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Symposium 2009, im Rahmen der Veranstaltungen zur 4. Höhler Biennale UNTERwegS,

am 25. 6. 2009, im Tagungsraum des NOVOTEL-Hotels in Gera

Nach dem Ersten Symposium zur „Kunst der Installation“ im Mai 2008 war das Zweite Symposium eine logische Fortsetzung. Zum Thema  „Die künstlerischen Installationen der 4. Höhler Biennale“  hatten sich ausstellende Künstler, Künstler aus Thüringen und Deutschland, Galeristen, Journalisten, Kulturarbeiter, Vertreter der Öffentlichkeit und interessierte  Bürger  zusammengefunden, um sich mit der unmittelbaren Wirkung der Kunstwerke in dem einzigartigen Raumgefüge zu beschäftigen. Der Oberbürgermeister der Stadt Gera, Dr. Norbert Vornehm hatte das Symposium eröffnet und seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Biennale weit über die Grenzen Geras in deutsche Lande und auch international ausstrahlen möge. Dieses Alleinstellungsmerkmal, das Gera mit den historischen Bierlagerstätten besitzt, bietet die große Chance, der Otto-Dix-Stadt Gera damit ein unverwechselbares Gepräge zu geben.
Anschließend bahnten erstrangige Redner den Weg zum Verständnis der Objekte. Im Eingangsvortrag hatte Dorothee Baer-Bogenschütz (Kunstjournalistin) über die ausgestellten Kunstwerke referiert und stellvertretend einige Kunstwerke und Künstler mit ihrer einzigartigen Wirkung in den Höhlern benannt. Sie fand von der nun dort ausgestellten Gegenwartskunst zu ermutigenden Worten an die Veranstalter, mit der Höhler Biennale und dem neuen KUNSTHAUS in Gera der Kunst und Kultur weiterhin Wege zu ebenen und das Alleinstellungsmerkmal auch in Zukunft mit aller Konsequenz voranzutreiben und zu pflegen.
Frau Professor Dr. Monika Wagner, von der Universität Hamburg, Kunstgeschichtliches Seminar, sprach über „Unterirdisches. Zur Geschichte einer künstlerischen Faszination“. In ihrem Vortrag hatte sie den Bogen gespannt von der Finsternis zum Licht oder über die Macht des Lichts – das Licht als Inbegriff des Materiellen, das Licht auf dem Weg der Erkenntnis und anhand ausführlichen Bildmaterials vom Mittelalter bis in die Neuzeit mit der Erscheinung “Höhle“ oder von Platons Höhlengleichnis eine kunsttheoretische Betrachtung über verschiedene Kunstwerke aller Stilepochen geboten.

Christoph Tannerts (Künstlerhaus Bethanien, Berlin) Vortrag zur „Installation als Kunstwerk“  hatte straff den Begriff der Installation umrissen und heiter-sarkastisch ihn von der sogenannten Sanitär- und Heizungsinstallation abgegrenzt. Vielmehr hatte er hervorgehoben, dass die Installation im künstlerischen Betrieb „in“ ist und zudem ein künstlerisches Betätigungsfeld bietet, in dem die Beziehung von Künstler und Raum - Raum und Kunstwerk eine Symbiose eingehen müssen. Der Raum besitzt ein elementares Zeichen, dem hat sich der Künstler zu stellen, hier muss er geistige und körperliche Arbeit investieren. Zudem seien die Räume der 4. Höhler Biennale sentimentale Relikte des Bierbrauens und zugleich eine harte Realität der Gegenwart. An die Adresse der Veranstalter war seine Ermutigung gegangen, mit derartigen Events weiterhin ein Podium für die Installationskunst zu bieten.

Frank Motz vom ACC-Weimar, hatte über seine umfänglichen Erfahrungen mit internationaler Installationskunst referiert und über den städtischen Raum Weimar  -  vor allem über die synergetischen Effekte zum Kunstfest in Weimar gesprochen. Auch ihm hatte es anhand ausführlicher Bildfolgen nicht an Beweisen über die Aktualität internationaler künstlerischer Installationen gefehlt.
Die sich am Nachmittag anschließende Podiums - Diskussion hatte sowohl für teilnehmende Künstler als auch für die Veranstalter wertvolle Tipps und Hinweise parat, der nächsten 5. Höhler Biennale einen anhaltenden Erfolg und hohe Besucherzahlen zu ermöglichen. Schon jetzt ist die Biennale als ein international bekanntes Podium für die Kunst der Installation bekannt.

Dr. Gitta Heil (Projektleitung)

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