Das Höhlersystem der Stadt Gera ist eine kultur-historische Besonderheit und touristische Attraktion.
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert wurden durch Bergleute über 230 tiefliegende Wirtschaftskeller – die heutigen Höhler – angelegt, um dort Bier zu lagern. Entsprechend des Geraer Brauprivileges durchzogen die an die Bürgerhäuser angebundenen Höhler ohne Beachtung der Grundstücksgrenzen die gesamte Altstadt mit einer Länge von ca. 9 km.
Seit 1993 gibt es den Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler e.V. mit derzeit 118 Mitgliedern.
Der ehrenamtlich arbeitende Verein setzt sich für die nachhaltige Erhaltung und Pflege sowie für die kulturelle Nutzung und langfristige kulturtouristische Erschließung dieses Höhlersystems ein.
Zu diesem Zweck wurde im Jahre 2003 erstmalig die Höhler Biennale ausgerichtet, ein Kunst- und Ausstellungsprojekt, das aller zwei Jahre Installationen von Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland präsentiert.
Die einst profanen Lagerstätten im unterirdischen Labyrinth der Geraer Altstadt – ein weit verzweigtes
System von Gängen mit Rundbögen, Querverbindungen und verwunschenen Nischen – entfalten unter den
Shoppingmalls ihre archaische Schönheit.
Ein Kunstevent von herausragender Einzigartigkeit!
In drei Kategorien – Hauptpreis, Sonderpreis und Publikumspreis – wird der Deutsche Installationskunstpreis an die Künstlerinnen und Künstler vergeben.